Glycin in der Medizin

Glycin ist eine hydrophile Aminosäure und wird vom Körper nicht essenziell benötigt. Die proteinogene Aminosäure Glycin kann vom menschlichen Körper nämlich selbst hergestellt werden. Glycin wird für den Stoffwechsel benötigt und erfüllt dort wichtige Aufgaben. Glycin wird in der Medizin gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt.

Glycin in der Medizin und in Lebensmitteln

Glycin kommt in natürlicher Form in vielen Lebensmitteln wie Schweinefleisch, Lachs, Nüssen, Milchprodukten, Reis und Mehl vor. In der Lebensmittelindustrie wird Glycin primär als Geschmacksverstärker eingesetzt. Der Lebensmittelzusatzstoff trägt die E-Nummer E 640 und darf in unbegrenzter Menge Lebensmitteln zugesetzt werden, da eine gesundheitsgefährdende Nebenwirkung nicht bekannt ist.

Glycin wird in der Medizin für die Biosynthese benötigt: für Kreatin (dem Energiespeicher im Muskel) und die Sauerstoffbindung im Blut. Glycin wirkt zudem auch im Zentralnervensystem. Dort ist es als hemmender Signalstoff tätig. Glycin wird als Medizin bei bestimmten Krankheiten wie Gicht u. ä. eingesetzt.

Die Aminosäure Glycin ist im Protein Glutathion enthalten. Das Protein erfüllt im Körper wichtige Aufgaben, es arbeitet als sogenannter Radikalfänger und kämpft gegen freie Radikale, bevor diese eine schädliche Wirkung in den Zellen haben können.

Glycin ist in Fleisch enthalten und in diesem Sinne medizinisch sinnvoll

Glycin ist in Fleisch enthalten und in diesem Sinne medizinisch sinnvoll

In Kollagen ist Glycin mit etwa 33 Prozent enthalten. Wenn ein Glycin-Mangel im Körper herrscht, werden Kollagene abgebaut. Man fühlt sich dann antriebslos und erschöpft. Für Knochen, Haut und Zähne wird das Strukturprotein dringend benötigt, da es dort als Bestandteil enthalten ist. Auch Kreatin wird aus Glycin gebildet. Kreatin ist für die Energieversorgung der Muskeln sehr wichtig und unter anderem auch für deren Kontraktion notwendig. Sportler benötigen eine höhere Konzentration an Glycin, das in eiweißreichen Lebensmitteln enthalten ist. Mit einer entsprechenden Ernährung können Sportler schneller Muskeln aufbauen.

Glycin als Medizin erfüllt wichtige Funktionen im Körper

Glycin hat viele Anwendungsgebiete und wird in der Medizin gegen verschiedene Krankheiten – wie Gicht – eingesetzt. Es erfüllt wichtige Funktionen im Stoffwechsel. Glycin ist eine Aminosäure und für die Bildung von Kreatin zuständig. Sportler haben einen erhöhten Bedarf an Glycin, da es auch für den Energiespeicher der Muskeln zuständig ist. Zudem erfüllt es wichtige Funktionen für die Zellen, da es nicht nur entzündungshemmend wirkt, sondern auch für schädliche freie Radikale zuständig ist.

In der Lebensmittelindustrie darf Glycin als Geschmacksverstärker E 640 in unbegrenzter Menge zugesetzt werden. Glycin wird in der Medizin häufig wegen seiner guten Wirkungsweise eingesetzt. Auch in vielen eiweißreichen Lebensmitteln ist Glycin enthalten.

Bildquelle: ExQuisine@fotolia.com

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